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9.Januar 2005



Das Erbe

Ein Film von Per Fly
mit Ulrich Thomsen, Ghita Norby, Lisa Werlinder, Lars Brygmann, Karina Skands
Dänemark 2003, 115 Min., 35mm, 1:1,85
Farbe, Dolby SR, deutsche Fassung und OmU

Nach "Die Bank" der zweite Teil seiner Filmtrilogie über die dänische Gesellschaft

Christoffer, Sprössling einer dänischen Stahldynastie hat vor Jahren Firma, Familie und Land verlassen. Jetzt lebt er in Stockholm und ist glücklich verheiratet. Nach dem Tod seines Vaters besteht die Mutter darauf, dass Christoffer die Geschäfte übernimmt, um die angeschlagene Firma zu retten. Trotz gegenteiliger Interessen akzeptiert er. Bald sieht sich Christoffer widerwillig zu drastischen Maßnahmen gezwungen
- ohne die Konsequenzen für sein eigenes Leben abschätzen zu können...

Bewertung (max.5):
Henning 2 Steve 3.5 semo 3.5 Hendrik 4 Liane x.x

insg. 3.2



16.Januar 2005



Die fetten Jahre sind vorbei

Ein Film von Hans Weingartner
mit Daniel Brühl, Julia Jentsch, Stipe Erceg, Burghart Klaußner, Peer Martiny, Petra Zieser, Laura Schmidt, Sebastian Butz, Claudio Caiolo, Hanns Zischler, Bernhard Bettermann
D/A2004, 35mm, 1:1,85
Farbe, Dolby SR, deutsche Fassung und OmU

Sie sind keine Radikalen, sie sind keine Kriminellen, sie sind irgendwas dazwischen. Jan, Peter und Jule gehören der Generation der Globalisierungsgegner und Attac-Unterstützer an. Form und Ausdruck ihres Protests wirken manchmal planlos und diffus, aber so einfach ist das heute nicht mehr mit dem Protest. "Früher war man schon rebellisch, wenn man kiffte und sich die Haare wachsen ließ", sagt Jan an einer Stelle. Heute muss man sich schon was Besonderes einfallen lassen. Möbelrücken bei den Reichen zum Beispiel.

"Die fetten Jahre sind vorbei" ist die zweite Regiearbeit von Hans Weingartner ("Das weiße Rauschen"). Als erster deutschsprachiger Film seit elf Jahren lief er in diesem Frühjahr beim Festival in Cannes, wo er begeistert aufgenommen wurde. Weingartner erzählt eine Geschichte von Widerstand und Anpassung, großen Idealen und kleinen Fluchten. Jan (Daniel Brühl) und sein Freund Peter (Stipe Erceg) bekämpfen die Auswüchse des Kapitalismus auf friedvolle, aber nicht weniger handgreifliche Weise. Sie brechen nachts in verlassene Luxusvillen ein, stehlen allerdings nichts, sondern räumen lediglich das Mobiliar um: die Stereoanlage in den Kühlschrank, die Designer-Couch in den Swimmingpool. Kehren die Bewohner anderntags zurück, finden sie ein einziges Chaos vor - und Botschaften wie "Die fetten Jahre sind vorbei" oder "Sie haben zu viel Geld".
Gezeichnet: "Die Erziehungsberechtigten".

Bewertung (max.5):
semo 3 froodmat 4.2 henning 2.7

insg. 3.3


23.Januar 2005



Old Boy

Ein Film von Park Chan-wook
mit Choi Min-shik, Yoo Ji-tae, Gang Hye-jeong
Awards:
Internationale Filmfestspiele in Cannes 2004 -- Großer Preis der Jury

"15 Jahre. So lange wird Dae-su OH, ein ganz durchschnittlicher Geschäftsmann und Familienmensch, in einem Ein-Zimmer-Appartment ohne Fenster eingesperrt, nachdem er von unbekannten Gangstern überwältigt und entführt wurde. 15 Jahre ohne jeden menschlichen Kontakt und in völliger Unklarheit darüber, warum und wie lange er festgehalten wird.

Aus den Fernsehnachrichten erfährt er vom Mord an seiner Ehefrau, den die Täter ihm in die Schuhe schieben. Als er ebenso unvermittelt, wie er seiner Freiheit beraubt wurde, wieder in diese entlassen wird, stellt ihm sein Entführer die Aufgabe, den Grund für die unaussprechliche Tortur herauszufinden. Doch Dae-su OH kennt nur ein Ziel: Er will Rache üben. Rache an denen, die sein Leben zerstört, seine Frau getötet und seinen Seelenfrieden für immer auf dem Gewissen haben ...

Eines der außergewöhnlichsten und zweifellos auch extremsten Filmerlebnisse des Jahres. Beim Festival de Cannes bereits mit dem Grand Prix der Jury ausgezeichnet und in seinem Heimatland Südkorea längst ein Kultfilm, ist Chan-wooks PARK’s unerbittliches Rachedrama nach SYMPATHY FOR MR. VENGEANCE der zweite Teil seiner Revenge-Trilogie, ein visuell exzellent gestalteter und bis ins letzte Detail ausgeklügelter Filmtrip, ein Thriller von schonungsloser Härte, ein Katz-und-Maus-Spiel, wie man es im Kino vermutlich noch nie gesehen hat. Vergleiche mit David Lynch, Brian De Palma oder David Fincher drängen sich auf, und doch ist OLD BOY so originell, wie es ein Film nur sein kann. Fest steht, dass seine extremen Bilder den Zuschauer nicht kalt lassen werden - denn OLD BOY ist ein unvergessliches und zutiefst bewegendes Filmerlebnis."

Bewertung (max.5):
semo 4.8 kong 4.3 froodmat 3.8
hendrik 4.8 henning 3.6 liane 2.7

insg. 4
+

30.Januar 2005



Schultze gets the Blues

Ein Film von Michael Schorr
mit Horst Krause, Harald Warmbrunn, Karl-Fred Müller, Rosemarie Deibel, Wilhelmine Horschig, Anne V. Angelle
D 2003, 35mm, 1:1,85, Dolby Digital, Farbe, 110 Min.,
Gedreht im Herbst 2002 in Sachsen-Anhalt,
Louisiana und Texas.

"Schultze gets the blues" handelt von Schultze.
Schultze fristet sein Leben seit Jahr und Tag in einem kleinen anhaltinischen Ort nahe der Saale. Schultzes Leben zwischen Arbeit und Kneipenbesuch, Schrebergarten, Volksmusik sowie Angeln kommt zu einem vorzeitigen Ende, als er und seine Kumpels Manfred und Jürgen in den Vorruhestand geschickt werden. Während diese sich mehr und mehr dem Nichts ergeben und das Aufrechterhalten der Routine zu einer Farce verkommt, entdeckt Schultze ein Leben hinter dem Berg.

Aus seinem polka-geschundenen Akkordeon entlockt der Hobby-Musiker feurige Südstaatenklänge, die die Jubiläumsfeiern seines Heimatmusikvereines zu sprengen drohen. Vor die Wahl gestellt, wieder in den gleichen Trott zurückzufallen oder als anhaltinischer Freak zu enden trifft Schultze eine Entscheidung, die ihn bis tief in die Sümpfe und Bayous von Louisiana führen wird ... und zurück ...

Bewertung (max.5):
semo 3.7


*.*




The Motorcycle Diaries - Die Reise des jungen Che

Ein Film von Walter Salles Jr.
mit Gael García Bernal, Rodrigo De la Serna, Mercedes Morán, Jean Pierre Noher
2003 - Peru / Chile / Argentina / USA / Brazil, 35mm, 1:1,85, Dolby Digital, Farbe, 128 Min.,

"Der brasilianische Regisseur Walter Salles schildert in „Die Reise des jungen Che“ die Wandlung vom jungen, begüterten und behüteten Medizinstudenten zum glühenden Kommunisten und Revolutionär. Das Leid der Landbevölkerung zeigt er in distanzierten aber bewegenden Bildern. Ohne Pathos beschreiben die Ärmsten der Armen ihre Lebensumstände und formen so Ernestos und Albertos Weltbild.

Einige situationskomische Momente mit dem altersschwachen Motorrad zu Beginn des Films stellen gleich eine Verbindung zum Publikum her, die die Darsteller während des ganzen Films nicht mehr abreißen lassen. Selbst der kurze Aufenthalt im historischen Machu Picchu, das letztlich nur aus uralten Steinbauten besteht, beschwört die Vergangenheit der Indios herauf und bringt Ernesto zum Nachdenken. Viel schwerer bei seiner Reifung wiegen aber die Kontakte zu den Menschen, denen er unterwegs begegnet und die sozialkritische Literatur, die er von Doktor Peche bekommt.

Bewertung (max.5):



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